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5.600-mal rund um die Erde

Die Bilanz der „Discovery“ kann sich sehen lassen. Am Mittwoch ging eine fast 27-jährige Geschichte für die älteste Raumfähre zu Ende. Von den drei Spaceshuttles, die nach den verheerenden Unglücken der „Challenger“ 1986 und der „Columbia“ 2003 noch existieren, ist die „Discovery“ am längsten im Dienst.

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Die Raumfähre flog erstmals 1984 ins All und absolvierte mehr Missionen als die anderen Shuttles der NASA-Flotte. Dabei schrieb sie mehrmals Geschichte. 5.600-mal umrundete die „Discovery“ die Erde. Während ihrer 27-jährigen Karriere nahm die „Discovery“ in 39 Missionen 180 Menschen mit ins All - darunter Eileen Collins, die im Jahr 1995 als erste Shuttle-Pilotin und 1999 als erste Kommandantin die Lanze für Frauen im All brach.

Auch der erste afroamerikanische Weltraumspaziergänger, Bernard Harris, flog 1995 an Bord der „Discovery“ in die Schwerelosigkeit. 1985 war Senator Jake Garn an Bord, er war der erste amtierende Kongressabgeordnete im Weltraum.

Transport für „Hubble“

Auch bekannte Forschungsgeräte hatte die „Discovery“ auf ihren Missionen an Bord. Die Raumfähre brachte 1990 erstmals das Weltraumteleskop „Hubble“ ins All, mit dem Aufnahmen aus dem Weltraum eine neue Qualität erreichten. 1990 setzte sie die Sonnensonde „Ulysses“ im Weltall aus, die wesentliche Erkenntnisse über das Zentralgestirn sammelte und erst 2009 außer Dienst genommen wurde.

Die „Discovery“ brachte im Jahr 2008 Teile des japanischen Labors „Kibo“ zur Internationalen Raumstation (ISS) und war 1995 die erste US-Raumfähre, die zur russischen Raumstation MIR flog. Zudem fiel der „Discovery“ die Aufgabe zu, nach den Explosionen der Raumfähren „Challenger“ 1986 und „Columbia“ 2003 als erster Shuttle wieder ins All zu starten.

Risse am Außentank

Der ursprünglich für November 2010 geplante letzte Flug hatte verschoben werden müssen, weil am Außentank der „Discovery“ feine Risse entdeckt worden waren. Am 24. Februar brach sie schließlich zur ISS auf. Die sechs Besatzungsmitglieder - fünf Männer und eine Frau - brachten Ersatzteile, einen menschenähnlichen Roboter und ein neues Forschungs- und Lagermodul zur ISS. Außerdem absolvierten Mitglieder ihrer Besatzung zwei Außeneinsätze.

Nach ihrer Rückkehr zur Erde soll die „Discovery“ ins Museum gebracht werden. Die US-Weltraumbehörde NASA plant maximal zwei weitere Shuttle-Flüge zur ISS: Am 19. April soll die „Endeavour“ ins All starten und am 28. Juni die „Atlantis“. Danach werden US-Astronauten auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein.

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