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Shuttle-Programm der NASA vor Aus

27 Jahre war der Spaceshuttle „Discovery“ im Einsatz. Am Mittwoch kehrte die älteste und am häufigsten eingesetzte Raumfähre zum letzten Mal zur Erde zum Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zurück und wird zum Museumsstück. Die Landung erfolgte wie geplant um 17.57 Uhr (MEZ) mit sechs Astronauten an Bord.

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Die Rückkehr verlief ohne Probleme. „Ein großartiger Job“, lobte die Bodenkontrolle die Landung. Kritisch war vor allem die Frage, ob das Hitzeschild der Raumfähre noch einmal den extremen Temperaturen standhalten würde, die durch den Luftwiderstand beim Eintritt in die Erdatmosphäre entsteht. Beim Start waren einige Schaumstoffteile von der Tankisolierung abgebrochen und gegen die Außenhülle geprallt.

Discovery-Shuttle

Reuters/NASA NASA

Die Raumfähre „Discovery“ beim Anflug auf die ISS.

Ein beschädigter Hitzeschild war auch die Ursache für den Absturz der „Columbia“ 2003. Die letzte Mission der „Discovery“ fand aufgrund von technischen Problemen wie Risse am Außentank vier Monate später als geplant statt.

Aus für Shuttle-Programm

Mit dem Abschied der „Discovery“ wird das Ende des gesamten Shuttle-Programms eingeleitet. Nach den Flügen der Raumfähren „Endeavour“ und „Atlantis“ sollen die Shuttles der US-Raumfahrtbehörde NASA endgültig ausgemustert werden. Ziel der NASA ist es, Astronauten etwa zum Mars zu schicken.

Das Geld reicht nicht, um das zu erreichen und zugleich das Shuttle-Programm aufrechtzuerhalten. Amerikanische Astronauten werden künftig in russischen „Sojus“-Raketen zur ISS fliegen - bis private Unternehmen eine Art Taxiservice ins All anbieten.

„Star Trek“ zum Abschied

Der letzte Einsatz dauerte zwei Wochen. Noch am Abend vor der Landung zollten die sechs Astronauten der „Discovery“ Tribut. Zudem wurde die normale Weckrufmelodie für die Besatzung am Abreisetag durch Worte des „Star Trek“-Darstellers William Shatner alias Captain Kirk ersetzt, der an die Abenteuer der „Discovery“ erinnerte - zur Erkennungsmelodie der Filmserie.

Schiffe als Namensgeber

Alle Spaceshuttles der NASA wurden nach großen Entdeckungsschiffen benannt. Das Schiff „Discovery“ von Henry Hudson etwa im 17. Jahrhundert entdeckte den Nordosten der USA, James Cooks „Discovery“ im 18. Jahrhundert stieß auf Hawaii.

Selbst US-Präsident Barack Obama rief in der Raumstation an, um der Shuttle-Besatzung zur letzten Mission zu gratulieren. „Es muss eine große Ehre sein, der letzte Kommandant der ‚Discovery‘ zu sein“, sagte er dem Astronauten Steve Lindsey.

Mut für etwas ähnlich Ehrgeiziges fehlt

Der Astronaut Alvin Drew fürchtet, dass die USA nicht den Mut haben, so etwas Ehrgeiziges wie den Spaceshuttle zu entwickeln. Mit der Abschiedsmission der „Discovery“ wurden erstmals alle Transportfahrzeuge aller an der ISS beteiligten Raumfahrtbehörden und -agenturen auf einmal an der Station „geparkt“. Das ist, laut Obama, „ein ziemlich gutes Sinnbild dafür, wie wir im Weltraum und hier auf der Erde zusammenleben und -arbeiten müssen“.

Internationale Raumstation

Reuters/NASA NASA

Die Internationale Raumstation ISS von der „Discovery“ aus gesehen.

An der Internationalen Raumstation (ISS) hatten Astronauten Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt und einen zusätzlichen Raum für Experimente geschaffen. Zweimal waren sie dafür in den vergangenen zwei Wochen ins All gestiegen. Dabei halfen sie auch, einen ausgefallenen Sauerstoffgenerator im russischen Teil der Station zu reparieren.

Erstmals wurde ein humanoider Roboter ins All gebracht. Der „Robonaut 2“ soll in Experimenten zeigen, wie Maschinen in der Schwerelosigkeit zurechtkommen und wie sie bei komplexen Arbeiten selbst eingesetzt werden könnten. Insgesamt wurden 2.900 Kilogramm Proviant und Ersatzteile auf der ISS verstaut.

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