Italien baut Transitlager für 50.000 Flüchtlinge

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Italien will in einigen Tagen nahe der tunesischen Grenze ein Transitlager für mindestens 50.000 Flüchtlinge aus Libyen errichtet haben.

Damit sollen jene, die vor den Bürgerkriegswirren in Libyen fliehen, Hilfe, Nahrung und medizinische Versorgung erhalten können, kündigte Außenminister Franco Frattini gestern Abend an. Das Camp soll „Villaggio Italia“ (Siedlung Italien) heißen, die Zelte würden vom Roten Kreuz organisiert, berichtete der „Corriere della Sera“ heute. Zudem wolle Rom ein Schiff mit Hilfsgütern ins libysche Bengasi schicken, das in der Hand der Aufständischen ist.

Die humanitäre Aktion ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass Italien große Flüchtlingsströme Richtung Europa befürchtet. Auf der kleinen italienischen Insel Lampedusa kommen wieder verstärkt Boote mit Flüchtlingen aus Tunesien an. Innerhalb von 24 Stunden landeten auf Lampedusa zehn Boote mit insgesamt über 600 Tunesiern an Bord.