EU bereitet Grenzschutzmission in Italien vor

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Angesichts des Ansturms tunesischer Flüchtlinge auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa bereitet die EU eine Mission der Grenzschutzagentur Frontex vor.

Die EU-Kommission in Brüssel erklärte gestern, die Mitgliedsstaaten um Personal und Ausrüstung für einen Einsatz gebeten zu haben. „Frontex bereitet eine Mission in der Gegend vor“, so der Sprecher von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström.

Appell an Mitgliedsstaaten

Vor dem EU-Parlament in Straßburg appellierte Malmström an die EU-Mitglieder, Frontex zusätzliche Hilfen zur Verfügung zu stellen. Zugleich bekräftigte sie das Angebot, Italien zusätzliche Mittel für die Betreuung der auf der Insel Lampedusa eingetroffenen Flüchtlinge bereitzustellen. Diese Sonderhilfe sei etwa für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge gedacht, für Beratung und Dolmetscherdienste.

Italien ersuchte um Hilfe

Der Leiter von Frontex, Ilkka Laitinen, erklärte, der Einsatz werde in einigen Tagen beginnen. 30 bis 50 Beamte beteiligten sich, mehrere Schiffe und Flugzeuge sollten in der Region patrouillieren. Frontex verfügt über keine eigenen Kräfte, sondern muss Personal und Ausrüstung bei den EU-Mitgliedstaaten anfragen. Die italienische Regierung hatte die EU zuletzt um Hilfe gebeten, nachdem mehr als 5.000 tunesische Bootsflüchtlinge auf Lampedusa gelandet waren.