Polizeiaufmarsch vor Massenprotesten in Algier

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Die algerische Staatsspitze hat vor der geplanten Massendemonstration von Regimegegnern Tausende zusätzliche Sicherheitskräfte in die Hauptstadt Algier beordert.

„Bis an die Zähne bewaffnet“

Die Polizisten seien „bis an die Zähne“ bewaffnet, heute seien sie an Bord von Hunderten Bussen und Lastwagen in Algier eingetroffen, berichtete die Tageszeitung „El Watan“. Auch vor einem Krankenhaus und dem Pressezentrum seien etliche „kampfbereite“ Sicherheitskräfte aufgefahren - offensichtlich, um die Journalisten vor der nicht genehmigten Demonstration am Wochenende einzuschüchtern, kommentierten Reporter vor Ort.

Im Schatten der Ereignisse in Tunis und Kairo ist auch in Algerien der Zorn gegen die autoritäre Herrschaft von Präsident Abdelaziz Bouteflika in den vergangen Wochen immer weiter angeschwollen. Seit Wochen gibt es in dem nordafrikanischen Land nahezu täglich Streiks.

Algerier nach Selbstanzündung gestorben

Unterdessen starb ein 36-jähriger Familienvater an den Folgen einer Selbstanzündung. Der Mann erlag in einem Krankenhaus nahe der Hauptstadt seinen Verletzungen. Der arbeitslose Vater von sechs Kindern hatte sich am 17. Jänner in der Stadt El Oued im Osten des Landes vor dem Gebäude eines Kommunalparlaments angezündet. Damit sind seit Mitte Jänner bereits vier Algerier an den Folgen einer Selbstanzündung ums gestorben.

Im Nachbarland Tunesien hatte die Selbstanzündung eines verzweifelten Mannes im Dezember landesweite Proteste ausgelöst, die dann zum Sturz von Präsident Zine El Abidine Ben Ali führten.