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„Das ist ein toller Stoff“

In seinem Welterfolg „The Wrestler“ hat Darren Aronofsky das Porträt eines von Mickey Rourke brillant verkörperten Schwergewichtssportlers auf Abwärtskurs gezeichnet. Nun überrascht der Regisseur in „Black Swan“ (Österreich-Start; 21.1.) mit einem Psychothriller aus der Welt des Balletts.

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Im Gespräch mit der dpa und anderen Medien erzählte Aronofsky, welche Parallelen er zwischen beiden Geschichten sieht und was das Drehen von Filmen für ihn bedeutet.

Nach der Welt des harten Sports in „The Wrestler“ erkunden Sie nun den Kosmos des Balletts, einer Kunst, die eher Leichtigkeit assoziiert. Hat Sie gerade dieser Kontrast gereizt?

Aronofsky: Für mich ist es kein Kontrast. Die beiden Filme gehören für mich zusammen wie ein Diptychon. In beiden Filmen geht es um Menschen, die im Rampenlicht stehen, vor allem um ihre Träume, die mitunter zu Alpträumen werden. Ich habe an beiden Filmen lange gearbeitet. Die Realisierung von „The Wrestler“ ging einfach schneller. Es hätte auch umgekehrt sein können.

Was reizt Sie an der Geschichte der jungen, von Natalie Portman gespielten Tänzerin Nina, die in New York eisern nach Ruhm als Ballerina in „Schwanensee“ strebt und sich in einem düsteren Geflecht aus wilden Pubertätsängsten, übersteigertem Ehrgeiz und den Verführungen der Sexualität verfängt?

Aronofsky: Die spannende Geschichte über die dunklen Seiten der Seele. Das ist eine Geschichte für ein großes Publikum. Wie Nina, die als weißer und schwarzer Schwan in „Schwanensee“ nach absoluter Perfektion strebt, und die dabei viele Konflikte durchmacht, geht es doch vielen. Das ist ein toller Stoff.

Was heißt Perfektion für Sie?

Aronofsky: Für mich heißt Perfektion, frei sein zu können, im jeweiligen Moment wirklich zu leben. Das ist ja ein wesentliches Ziel der Kunst, und auch da sehr schwer zu erreichen.

Haben Sie in dieser Hinsicht bei der Beschäftigung mit der Geschichte Ninas Neues über sich selbst erfahren?

Aronofsky: Filme zu drehen, das ist kein Spaziergang. Man kämpft sich durch einen tosenden Schneesturm. Da habe ich keine Zeit für Selbstreflexion.

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