Spätes Verfahren

Jahre hat es gedauert, doch am Montag hat der Libro-Prozess begonnen. Bereits 2002 war die Kette in Konkurs gegangen. Ex-Libro-Chef Andre Rettberg und vier weiteren Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft, sie müssen sich wegen Untreue, schweren Betrugs und Bilanzfälschung verantworten. Libro zählte zu den größten Pleiten der heimischen Wirtschaftsgeschichte – und laut Anklage war der tiefe Fall schon absehbar, als das Unternehmen mit verlockenden Angeboten für Anleger 1999 an die Börse ging.

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