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E-Book-Dienst vor kurzem gestartet

Der Internetdienstleister Google hat den auf digitale Bücher spezialisierten Anbieter eBook Technologies übernommen. Kaufpreis wurde keiner genannt. EBook Technologies selbst schreibt auf seiner Website, mit Google weiterhin an einem optimalen Leseerlebnis auf Tablets, E-Book-Readern und anderen mobilen Geräten arbeiten zu wollen.

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EBook Technologies bietet neben eigenen E-Book-Readern eine komplette Vertriebsschiene für E-Books inklusive Veröffentlichungsmöglichkeit. Über die im eigenen Lesegerät integrierte Internetverbindung kann auf den ebenfalls angebotenen Bookstore von überall zugegriffen werden.

Mit der Übernahme könnte sich Google einerseits Wissen und Patente sichern, andererseits auch eigene Hardware entwickeln. Bei Hardware hatte Google zuletzt zwar kein glückliches Händchen, es wäre aber ein direkter Angriff auf Amazon, dessen E-Book-Reader Kindle in der dritten Version laut Angaben Amazons das am besten verkaufte Produkt in der Geschichte des Onlinehändlers ist.

Googles E-Book-Dienst vor kurzem gestartet

Erst Anfang Dezember hatte Google seinen lange angekündigten E-Book-Dienst gestartet. Vorerst werden rund drei Millionen E-Books in Googles ebookstore angeboten. Erwerben können die digitalen Bücher derzeit nur Personen aus den USA. Die Bücher sind als Downloads für E-Book-Reader verfügbar, können aber auch mittels eigener Apps auf Tablet-Computern und Handys sowie in einem Browser gelesen werden.

Ein Teil der Internetbuchhandlung besteht laut Google aus jenen 15 Millionen gedruckten Büchern, die Google in den vergangenen sechs Jahren eingescannt habe. Im Onlineshop gebe es gratis urheberrechtsfreie Werke und Bücher zu kaufen. Für den Kauf müsse sich ein User bei Google anmelden, dann könne er über die Bücher immer wieder – nach dem Einloggen – verfügen, ähnlich einer privaten digitalen Bücherwand.

Streit mit US-Buchindustrie

Verträge mit etwa 4.000 Verlagen, die Google die Erlaubnis gegeben hätten, ihre Neuerscheinungen im ebookstore anzubieten, würden sichern, dass auch der Großteil an Bestsellern erhältlich sei. Millionen weitere Bücher sollen folgen, wenn es zu einer Einigung mit den US-Buchindustrieverbänden kommt. Derzeit stehe noch die Entscheidung eines Bundesgerichts über das Google Book Settlement aus. Jenes würde es Google erlauben, die von ihm in verschiedenen US-Bibliotheken gescannten Bücher, die noch unter Copyright-Schutz stehen, über seine Website zu verkaufen.

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