Nach wie vor in kritischem Zustand
Am Tag nach dem Anschlag auf die demokratische US-Politikerin Gabrielle Giffords mit sechs Toten und insgesamt zwölf Verletzten haben sich die Ärzte „vorsichtig optimistisch“ über Giffords’ Gesundheitszustand geäußert. Die 40-jährige Kongressabgeordnete sei in der Lage, „einfache Kommandos“ zu befolgen, so die Ärzte.
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Sie konnte etwa zwei Finger hochhalten, als sie danach gefragt wurde. Selbst ein „Daumen hoch“-Zeichen soll ihr laut behandelnden Ärzten gelungen sein. Für die Ärzte ist das ein entscheidendes Zeichen für „ein hohes Maß an Gehirnfunktion“. Sprechen könne Giffords nicht, aber sie sei ansprechbar gewesen. Nach Angaben der Ärzte wird sie künstlich beatmet. Sie befindet sich in einem künstlichen Koma.
Schwellung geringer als angenommen
Die jüngsten Untersuchungen des Gehirns geben weiter Grund zur Hoffnung. Die Schwellung dürfte geringer sein, als zuerst angenommen. „Wir sind aber noch nicht über dem Berg“, sagte der Neurochirurg Michael Lemole. „Es kann manchmal drei bis fünf Tage dauern, bis die Schwellung den Höhepunkt erreicht.“ Dennoch gebe jeder Tag, den Gifford überstehe und sich keine Verschlechterung zeige, Anlass für etwas mehr Optimismus.
Um die Schwellung unter Kontrolle zu halten, entfernten die Ärzte einen Teil des Schädels, damit sich das Gewebe ausdehnen kann, ohne gequetscht zu werden. Eine Prognose über Giffords’ Genesung ist schwierig. Die linke Gehirnhälfte kontrolliert das Sprachzentrum sowie die Bewegung und Wahrnehmung der rechten Körperhälfte. Lemole wollte über mögliche bleibende Schäden jedoch nicht spekulieren. Es gibt kaum Statistiken zu dem Thema, doch Ärzten zufolge sind Kopfschüsse in über 90 Prozent aller Fälle tödlich.
Aus nächster Nähe in Kopf geschossen
Der Täter, der als der 22-jährige Jared Lee Loughner identifiziert wurde, schoss mit einer halbautomatischen Pistole. Giffords erlitt dabei einen Kopfdurchschuss, der die linke Hirnhälfte durchschlug. Die Kugel trat wieder aus. Giffords könne das Attentat überleben, die Ärzte geben allerdings zu bedenken, dass es sich um eine „verheerende Wunde“ handle. Loughner schoss ihr aus etwa einem Meter Entfernung in den Kopf.
Opfer am Weg der Besserung
Die anderen Verletzten, die in das Traumazentrum des Universitätsklinikums in Tucson eingeliefert worden waren, sind bereits auf dem Wege der Besserung. Einzig Griffords befindet sich noch in kritischem Zustand. Unter den Toten ist neben einem neunjährigen Mädchen, das am 11. September 2001 geboren wurde, auch ein Bundesrichter aus Arizona.
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