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Energiesparende Chiparchitektur

Microsoft hat auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas angekündigt, dass die kommende Version des Betriebssystems Windows auch auf Chips mit der ARM-Architektur laufen wird. Das Prozessordesign ist in zahlreichen mobilen Geräten zu finden, so auch in Apples iPhone oder iPad.

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Eine ganze Reihe von Tablets und Smartphones sind mit Microprozessoren in ARM-Design bestückt. Der Grund: Sie gelten als sehr stromsparend, ein Aspekt, der sie vor allem bei mobilen Elektronikgeräten dominieren lässt.

Ein neues Zeitalter

„ARM ist die am schnellsten wachsende CPU-Architektur in der Geschichte“, so Jen-Hsun Huang, Chef des Grafikchip-Herstellers Nvidia. „Das markiert den Anfang des Zeitalters, in dem das Internet allgegenwärtig ist und wo jedes Gerät einen Schnellzugriff auf das Netz ermöglicht, in dem es eine fortgeschrittene CPU-Architektur und ausgeklügelte Betriebssysteme einsetzt“, meint Huang weiter in seiner Ansprache bei der Elektronikmesse CES in Las Vegas.

Auch der Grafikchip-Spezialist tritt bei der Messe überraschend gegen den Chipgiganten Intel an: mit einem eigenen Hauptprozessor (CPU). Der intern „Projekt Denver“ genannte Mikroprozessor werde auf der Architektur der britischen Chipdesigner von ARM aufsetzen. Huang ließ jedoch offen, ob der Software-Hersteller Microsoft konkret das Vorhaben seines Unternehmens unterstützen werde.

Intel präsentiert Gegenmodell

Der weltgrößte Chiphersteller Intel setzt die sogenannte x86-Architektur ein, die den klassischen PC- und Servermarkt dominiert, bei Mobilgeräten bisher aber kaum eingesetzt wird. Intel greift mit seiner neuen Chipgeneration „Sandy Bridge“ das Kerngeschäft von Nvidia an, da diese den Einsatz von speziellen Grafikkarten weitgehend überflüssig machen soll.

Smartphone als Computer

Nvidia kündigte außerdem an, dass sein neuer Tegra-2-Prozessor künftig vom koreanischen Hersteller LG in seiner Smartphone-Reihe „Optimus 2X“ eingesetzt wird. Damit soll besonders die Verarbeitung von Videosignalen und ein schnelles Surfen im Web unterstützt werden. „Das Mobilgerät wird in erster Linie ein Computer sein und erst in zweiter ein Telefon“, sagt Huang. „Es besteht kein Zweifel daran, dass an diesem Punkt eine Revolution im Computing stattfindet.“