Entschärfung für Pendler
Zur Sanierung der angespannten Budgetsituation werden in diesem Jahr auch Autofahrer und Frächter zur Kasse gebeten. Durch die Anhebung der Mineralölsteuer (MöSt) wird - unter Einberechnung der Mehrwertsteuer - Diesel um sechs Cent und Benzin um 4,8 Cent teurer. Im Gegenzug steigt die Pendlerpauschale um zehn Prozent.
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Eine Spur teurer wird die Autobahnvignette, diese kostet nun im Jahr 76,50 Euro - das sind 0,4 Prozent mehr als im Jahr 2010. Auch bei der Preisfestsetzung bei den Tankstellen gibt es Neuerungen: Die Preise dürfen nur noch einmal täglich pünktlich zu Mittag erhöht werden.
NoVA empfindlich teurer
Mit 1. März ändert sich auch die Normverbrauchsabgabe (NoVA) für Pkws. Für Autos mit mehr als 180 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer müssen 25 Euro pro zusätzlich ausgestoßenes Gramm (plus Mehrwertsteuer) an zusätzlicher NoVA gezahlt werden. Schwere Wagen, die mehr als 220 Gramm Kohlendioxid ausstoßen, sollen gar 50 Euro mehr pro Gramm (plus Steuer) an NoVA berappen. Nach Zahlen der Statistik Austria stoßen aktuell nur 9,2 Prozent der verkauften Pkws mehr als 180 Gramm pro Kilometer aus.
Lkw-Betreiber zahlen beim Kauf eines Lastwagens rund 30 Prozent weniger Kfz-Steuer. Nicht betroffen von der Anhebung der Mineralölsteuer sind Bauern - die Preiserhöhung gilt auch diesmal nicht für den Agrardiesel.
Härtere Strafen für Raser
Ebenfalls im neuen Jahr werden härtere Strafen für Raser Realität: Die Führerscheinentzugszeiten für notorisches Zu-schnell-Fahren werden verlängert. Künftig richtet sich die Entzugsdauer nach der Höhe der Überschreitung der Geschwindigkeit. Der Führerschein wird also umso länger entzogen, je schneller man fährt. Seit 3. Jänner 2011 gibt es auch eine Änderung bei Zulassungsscheinen: Die Scheine gibt es künftig auch im Scheckkartenformat und kosten gegenüber der Papierversion um 19,80 Euro mehr.
Eine Änderung gibt es auch bei der Typenregelung: Mit 1. Februar 2011 werden innerhalb der EU nur noch Fahrzeuge neu typengenehmigt, bei denen sich beim Starten des Motors automatisch das Tagfahrlicht einschaltet. Die Bestimmung gilt auch für Österreich. Ältere Fahrzeuge müssen nicht umgerüstet werden.
2010 „zweithöchste Kostenlawine“ in zehn Jahren
Schon im vergangenen Jahr sind die Autokosten empfindlich gestiegen, so der Autofahrerclub ARBÖ. Das sei die „zweithöchste Kostenlawine“ für Autofahrer in den letzten zehn Jahren, stellte der ARBÖ fest, übertroffen werde sie nur vom Rekordjahr 2008, als die Autokosten um 5,6 Prozent zugelegt hätten.
Unter Autokosten sind nicht nur die Spritpreise zu verstehen, sondern auch die Ausgaben für den Autokauf, für Ersatzteile, Service und Reparaturen, fürs Parken bzw. Parkgaragen und für Versicherungen. Laut den monatlichen Erhebungen der Statistik Austria (Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr) bis einschließlich November haben diese im Jahr 2010 mehr als doppelt so viel zugelegt wie die allgemeine Inflationsrate mit 1,8 Prozent.
Dieselpreis um 17 Prozent gestiegen
Allein die Spritpreise sind laut ARBÖ seit Jahresbeginn um zehn Cent (Diesel) bzw. um 14 Cent (Eurosuper) gestiegen, also um 17 Prozent (Diesel) bzw. 13 Prozent (Eurosuper). Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) relativiert diese Berechnung: Es sei zwar richtig, dass die Spritpreise heuer gestiegen seien, allerdings seien sie noch immer deutlich niedriger als 2008. So habe der Liter Eurosuper im Jahresschnitt mit 1,18 Euro um neun Cent weniger gekostet und Diesel sei mit 1,10 Euro um 15 Cent pro Liter billiger gewesen.
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