Flugblätter und Plakate
Das gefürchtete mexikanische Drogenkartell „La Familia“ hat sich in ungewöhnlicher Weise an die Bevölkerung gewandt: Auf Flugblättern und auf Plakaten wünschte die kriminelle Organisation den Menschen im Bundesstaat Michoacan ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
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Wie die Zeitung „Reforma“ vergangene Woche unter Berufung auf Behörden berichtete, distanzierte sich das Kartell in den Texten von allen kriminellen Handlungen, die ihm vorgeworfen werden. Stattdessen beschuldigte „La Familia“ die Staatsanwaltschaft, die Verbrechen zu inszenieren.
Drogenboss von Polizei getötet
Seit etwa Anfang Dezember versucht die mexikanische Regierung in einer großangelegten Operation, das Kartell zu schwächen. Das Kartell „La Familia“ begeht in Michoacan und einigen Nachbarstaaten in Zentralmexiko Verbrechen. Am Freitag teilte die Bundespolizei in Mexiko-Stadt mit, dass einer der Anführer des Kartells, Francisco Lopez Villanueva - genannt „El Bigote“ („Der Schnurrbart“) - festgenommen wurde. Mit „El Bigote“ wurden in der Ortschaft La Mira vier weitere Mitglieder des gefürchteten Kartells festgenommen.
Villanueva (41) werden Drogenhandel und diverse Angriffe auf Polizeikräfte vorgeworfen. Bei einer anderen Aktion der Polizei wurde zuvor bereits der mutmaßliche Chef des Kartells, Nazario Moreno Gonzalez, getötet, der den Beinamen „El Chayo“ („Die Stachelgurke“) trug.
Keine Waffenruhe zu Weihnachten
Der blutige Drogenkrieg in Mexiko wurde unterdessen auch an den Weihnachtstagen fortgesetzt. In der Stadt Ciudad Juarez an der Grenze zu den USA kamen bei Schießereien 13 Menschen während der Weihnachtsfeiertage ums Leben, wie die Behörden des mexikanischen Bundesstaats Chihuahua mitteilten.
Links:
- Reforma
- Mexikanischer Präsident(www.presidencia.gob.mx/)