Mutmaßlicher serbischer Kriegsverbrecher gefasst

Ein mutmaßlicher serbischer Kriegsverbrecher ist am Dienstag in Montenegro festgenommen worden. Er soll aufgrund eines im Oktober abgeschlossenen bilateralen Auslieferungsabkommens an die Belgrader Behörden überstellt werden.

Wie die serbische Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen weiter mitteilte, wird der ehemalige Angehörige der einstigen serbischen Milizeinheit „Schakale“ verdächtigt, im Mai 1999 an dem Mord an mindestens 43 albanischen Zivilisten im Dorf Qyshk (serbisch: Cuska) unweit der westkosovarischen Stadt Peja (Pec) beteiligt gewesen zu sein.

Ein anderer Verdächtigter für dasselbe Kriegsverbrechen war vorige Woche in Deutschland festgenommen worden. Vor einem Belgrader Gericht hat am 20. Dezember ein Prozess gegen neun ehemalige Angehörige der „Schakale“ wegen des Massakers in Qyshk begonnen. Nach weiteren 15 Verdächtigten, die im Ausland vermutet werden, wird noch gefahndet.