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Chinesischer Leitzins erneut erhöht

Die Zinserhöhung in China hat den Anlegern auf dem deutschen Aktienmarkt am Montag offenbar die Feiertagslaune etwas verdorben. Der DAX rutschte wieder unter die psychologisch wichtige 7.000 Punkte-Marke und notierte mit 6956,51 Zählern 1,43 Prozent im Minus. Allerdings gaben sich die meisten Händler relativ gelassen. Seit Wochen war mit der Straffung der chinesischen Geldpolitik gerechnet worden.

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Dass die Chinesen allerdings ausgerechnet zu Weihnachten ihre Leitzinsen um je 25 Basispunkte anhoben, habe einige Anleger doch etwas irritiert und zu Gewinnmitnahmen veranlasst. „Die Zinserhöhung in China lastet auf der Stimmung, aber eine Trendumkehr ist das nicht“, erklärte ein Händler. „Das Orderbuch ist aber sehr dünn, so dass schon kleinere Verkaufsaufträge zu größeren Bewegungen führen können.“

Leitzins um 25 Basispunkte angehoben

Chinas Zentralbank hatte am zweiten Weihnachtstag die Zinsen für Kredite um 25 Basispunkte auf 5,81 Prozent und für Einlagen um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent angehoben. Damit tritt Chinas Führung verstärkt auf die Konjunkturbremse, um die Teuerungsrate in dem rasant wachsenden Schwellenland in Schach zu halten. In Schanghai hatte die Börse im Schlussgeschäft ins Minus gedreht und zwei Prozent verloren. In Tokio hatten die Investoren die Maßnahme allerdings relativ unbeeindruckt abgeschüttelt und der Nikkei-Leitindex im Plus geschlossen.

Händler warnten allerdings davor, die Kursbewegung überzubewerten. Schließlich fehlten zwischen Weihnachten und Silvester viele Investoren. Zudem blieb die Börse in London geschlossen, so dass die Kontinentaleuropäer bis zur US-Börseneröffnung weitgehend unter sich blieben. Da aber an der Nordostküste der USA ein Schneesturm das öffentliche Leben lahmlegt, ist auch von dort nur mit wenigen Impulsen zu rechnen. Marktbewegende Konjunkturindikatoren stehen erst wieder am Dienstag mit dem Index zum US-Verbrauchervertrauen für Dezember an.

Größte Verlierer: Autoaktien

Zu den größten DAX-Verlierern zählten die Autowerte, die im Börsenjahr 2010 ansonsten zu den Favoriten der Anleger zählten. Händler machten dafür Meldungen aus China über neue Regeln zur Eindämmung des Straßenverkehrs verantwortlich. VW verlor 5,07 Prozent auf 121,60 Euro, Daimler büßt 4,11 Prozent auf 51,85 Euro ein, BMW verlor 5,25 Prozent auf 59,94 Euro. BMW und VW haben 2010 ihren Wert nahezu verdoppelt. Daimler liegen 45 Prozent höher als zu Jahresbeginn. China ist ein wichtiger Absatzmarkt für die deutschen Hersteller.

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