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Wetterextreme in weiten Teilen Europas

Blitz und Regen, anschwellende Flüsse, Schneematsch, klirrende Kälte und ein Wirbelsturm: Gefährliche Wetterphänomene haben in Europa erneut mehrere Menschen das Leben gekostet. In Spanien riss ein Fluss ein Auto mit, in Italien erschlug ein fallender Baum eine Polizistin.

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Im Süden Spaniens in der Gegend von Ciudad Real riss der Fluss Alcudia, der nach heftigem Regen Hochwasser führte, einen Geländewagen mit drei Menschen mit. Ein neunjähriger Bub wurde tot geborgen. Sein Vater und sein 16-jähriger Bruder hatten sich in Sicherheit bringen können. In der Gegend von Jaen erschlug der Blitz einen Mann. In Andalusien traten mehrere Flüsse über die Ufer. Teile der Kleinstadt Ecija standen unter Wasser, 3.000 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

In Norditalien erschlug ein vom Sturm umgerissener Baum eine 43-jährige Polizistin. In der Region Emilia drohten Flüsse über die Ufer zu treten.

Tornado wütet in Portugal

In Portugal richtete ein Tornado im Zentrum des Landes schwere Verwüstungen an und verletzt mindestens 40 Menschen. Unter den Verletzten sind laut Behördenangaben auch 19 Kinder. Der Sturm war am Dienstag 150 Kilometer nordöstlich von Lissabon über mehrere Gemeinden hinweggefegt. Mindestens 200 Häuser, zahlreiche Schulen, Hunderte Fahrzeuge und eine Fabrik wurden zerstört. Viele Menschen seien obdachlos geworden.

Mann von Hochwasser mitgerissen

Im deutschen Freiburg wurde am Dienstagabend ein Mann beim Versuch, ein Fahrrad zu bergen, von der Hochwasser führenden Dreisam mitgerissen. Der Mann sei „sehr wahrscheinlich tot“, sagte ein Sprecher der Freiburger Polizei, nachdem zwei großangelegte Suchaktionen erfolglos beendet worden waren.

Starker Regen im Schwarzwald hatte den Pegel der Dreisam von rund 40 Zentimetern auf mehr als 1,20 Meter ansteigen lassen. Auf dem Neckar wurde am Mittwoch wegen Hochwassers der Schiffsverkehr zwischen Lauffen und Heidelberg eingestellt. Ein Todesopfer ist auch im deutschen Bundesland Baden-Württemberg zu beklagen. Ein 85 Jahre alter Fußgänger stürzte auf eisglatter Straße und erlag seinen schweren Kopfverletzungen.

Luxair streicht sämtliche Flüge

Die Fluggesellschaft Luxair hat wegen starken Schneefalls auf dem Luxemburger Flughafen alle für den Mittwochabend vorgesehenen Flüge gestrichen. Flugzeuge nach Luxemburg würden umgeleitet oder warteten am Abflugort darauf, dass der Airport Luxemburg wieder geöffnet werde, hieß es in einer Mitteilung.

In Schottland waren in der Nacht auf Mittwoch erneut Hunderte Autofahrer in ihren Wagen eingeschlossen, weil eis- und schneeglatte Straßen unpassierbar waren. Einige Straßen konnten im Lauf des Mittwochs zwar geräumt werden, auf vielen Autobahnen blieb die Situation jedoch unverändert. Schon am Dienstag war es zu ähnlichen Szenen gekommen, zudem waren etwa hundert Schüler, Eltern und Lehrer wegen der eisigen Temperaturen in einer Schule eingeschlossen.

Bereits 68 Kältetote in Polen

Eisige Temperaturen bestimmen unterdessen weiterhin das Wetter in Polen, wo die Zahl der Kältetoten mittlerweile auf 68 gestiegen ist. Allein in der ersten Dezember-Woche erfroren 53 Menschen, teilte die Polizei in Warschau mit.

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