Themenüberblick

Exklusiver Gerstensaft

Ein historisches „Wiesn“-Bier soll zum 200-jährigen Bestehen des Oktoberfests Besucher auf den Geschmack früherer Zeiten bringen. Dunkler und kräftiger sei der Gerstensaft, den die sechs Münchner Brauereien gemeinsam zur „Jubiläumswiesn“ nach einem geheimen Rezept gebraut haben, sagte Jörg Lehmann, Braumeister bei der Spaten-Brauerei.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

„Es ist einfach so, dass die Sachen früher alle etwas deftiger waren.“ Am auffälligsten sei die vergleichsweise dunkle Farbe, wie sie Biere auch in früheren Zeiten hatten. Grund dafür ist ein dunkles Malz, außerdem hätten die Produktionsmethoden vor 200 Jahren sehr helle Biere nicht zugelassen.

Als „ein sehr süffiges, malzaromatisches Bier mit einer feinen Hopfennote“ charakterisiert Lehmann das „Münchner Bier“, von dem Tausende Liter nur für die „Jubiläumswiesn“ gebraut wurden und das mit einer Stammwürze von 13,5 Prozent und sechs Prozent Alkohol ebenso stark ist wie die anderen Oktoberfestbiere der Brauereien. Die Brauereien hatten das Rezept seit Mai entwickelt. Seit rund drei Wochen ist das Bier in Arbeit, nun muss es bis zum Anstich reifen. „Es wird pünktlich zur ‚Wiesn‘ fertig sein“, sagte Lehmann.

8,80 Euro für eine Maß Bier

Die Maß soll 8,80 Euro kosten und liegt damit innerhalb der Preisspanne der sonstigen „Wiesn“-Biere, die zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro kosten. Das Bier soll nur auf der „historischen Wiesn“ am Rande des Oktoberfests aus traditionellen Fässern ausgeschenkt und in Steinkrügen serviert werden. In den Handel wird das „Münchner Bier“ nie kommen, das Rezept wird nach der „Wiesn“ versiegelt im Oktoberfestmuseum seinen Platz finden.

Besucher der „historischen Wiesn“ müssen aber nicht fürchten, keinen Tropfen von dem edlen Gerstensaft zu ergattern. Über die genaue gebraute Menge schweigen die Brauereien zwar. Dass das Bier ausgehe, sei aber nicht zu befürchten. „Es ist genug für alle da.“

Links: