Raddatz mit Hildegard-von-Bingen-Preis geehrt
Für sein jahrzehntelanges Wirken hat der Autor und Literaturkritiker Fritz J. Raddatz den Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik erhalten. Der 79-Jährige nahm die Auszeichnung gestern in Mainz entgegen. Raddatz habe die literarische Landschaft in Deutschland seit den 1950er Jahren wie kaum ein anderer nachhaltig geprägt, erklärte das Kuratorium.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz vergeben. Er ist nach der Mystikerin und Gelehrten Hildegard von Bingen (um 1098 bis 1179) benannt.
Der ehemalige Feuilleton-Chef der Wochenzeitung „Die Zeit“ arbeitet heute als freier Autor. Seine Buchveröffentlichungen umfassen mehr als 20 Bände, Biografien, Essays, Porträts, Gespräche, Romane und Erzählungen. Internationalen Erfolg verbuchte er etwa mit der Romantrilogie „Kuhauge“ (1984), „Der Wolkentrinker“ (1987) und „Abtreibung“ (1991).