Pandur-Panzer: Bilaterale Ermittlungen gestartet

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Tschechien und Österreich gehen wie angekündigt daran, gemeinsam Ankauf von Pandur-Panzerwagen der Firma Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeuge (SSF) durch die tschechische Armee zu untersuchen, bei dem Korruptionsverdacht besteht.

Die oberste tschechische Staatsanwältin Renata Vesecka und ihr österreichischer Amtskollege, der Leiter der heimischen Korruptionsstaatsanwaltschaft, Walter Geyer, unterzeichneten laut der tschechischen Nachrichtenagentur CTK gestern in Wien eine Vereinbarung über die Bildung eines gemeinsamen Ermittlerteams.

Laut CTK wurde ein achtköpfiges Team aus drei tschechischen und zwei österreichischen Polizeibeamten sowie zwei tschechischen und einem österreichischen Anwalt gebildet. Mit ersten Ergebnissen werde den Angaben zufolge in rund drei Monaten gerechnet.

Gespräch über Schmiergeld nur „Scherz“?

Die Causa um die Pandur-Radpanzer machte in Tschechien Schlagzeilen, nachdem die tschechische Tageszeitung „Mlada fronta Dnes“ im Februar von einem Undercover-Journalisten geheim aufgenommene Gespräche mit zwei ehemaligen Steyr-Managern veröffentlicht hatte. Aus den Gesprächen ging hervor, dass rund um das Panzergeschäft Schmiergeld an tschechische Politiker bzw. Parteien geflossen sein soll.

Die beiden Ex-Manager bezeichneten ihre Aussagen anschließend als „Scherz“, mit dem sie den Journalisten „aufs Glatteis führen wollten“. Mitte Juli hatte die tschechische Polizei offiziell die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen.