Grüne: Deutschland zahlte für Eurofighter nur die Hälfte

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Die deutsche Luftwaffe hat, behaupten die Grünen, für ihre Eurofighter in Vergleich zu Österreich nur rund den halben Stückpreis bezahlt.

Das gehe aus einer den Grünen vorliegenden Anfragebeantwortung der deutschen Bundesregierung hervor, so der grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz heute in einer Aussendung. Berlin habe demnach pro Stück der Tranche 1 rund 57 Millionen Euro, Österreich rund 115 Millionen Euro bezahlt.

Gebrauchte Jets mit 100 Zuschlag?

„Besonders absurd: Die österreichischen Jets sind gebrauchte der deutschen Luftwaffe - und damit baugleich mit den Flugzeugen des deutschen Jagdgeschwaders. Also: Die deutsche Luftwaffe kauft einen neuen Eurofighter der Tranche 1 um 57 Millionen Euro und verkauft ihn gebraucht um 115 Millionen Euro weite“, so Pilz.

Diese Diskrepanz „riecht nach organisiertem Betrug und Milliardenkorruption. Die Anfragebeantwortung, die auch die wahren horrenden Betriebskosten aufdeckt, zeigt: Wir sind nach Strich und Faden betrogen worden“, so Pilz.

Die Verantwortlichen dafür sieht er in Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner (heute BZÖ), Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) und Verteidigungsminister Herbert Darabos (SPÖ): „Scheibner, Platter, Grasser, Schüssel, Darabos - das sind die Herren der verschwundenen Milliarden“, so Pilz.

Betriebskosten höher als kalkuliert

Der deutsche „Spiegel“ berichtete währenddessen am Wochenende, dass die Betriebskosten für die Eurofighter der deutschen Luftwaffe weit höher seien als geplant. Mit 73.992 Euro liege der Preis pro Flugstunde fast doppelt so hoch wie ursprünglich vorgesehen.

Der „Tornado“, das bisher teuerste Flugzeug der deutschen Luftwaffe, koste im Vergleich 43.000 Euro pro Stunde. Das österreichische Bundesheer kaufte 15 Eurofighter als Abfangjäger. Die Maschinen befinden sich derzeit noch in der Einführungsphase.